Zwetschgendatschi

Zwetschgendatschi oder Zwetschgenkuchen

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In einem weit entfernten Land existiert ein Ort namens Apfeldorf, wo das Gras immer grüner ist, die Sonne hell und golden scheint und das Wasser kristallklar plätschert. Neben einem See steht ein altes aber robustes Haus, fast komplett mit Efeu und Rosen zugewachsen. Vor vielen Jahren streifte ein blondes Mädchen durch den Garten, schwamm im See oder verschlang ein Buch nach dem anderen liegend im Gras. Das klingt zwar nur wie ein Märchen, ist aber wirklich so passiert. Wie ihr bestimmt schon erraten habt: Das Mädchen ist inzwischen erwachsen, schreibt einen Blog und hat nur noch selten Zeit diesen magischen Ort zu besuchen. Ich habe das große Glück, dass mein Opa vor vielen Jahren dieses Haus am See gekauft hat, wo ich an den Wochenenden und den Ferien aufwachsen durfte. Dort habe ich meine Liebe zu allen Tieren entdeckt und gelernt die Natur wertzuschätzen.

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Inzwischen kann ich froh sein wenn ich es ein paar Mal im Jahr dort hin schaffe. Zum Glück ist das vor ungefähr einem Monat eingetroffen, als die Äste der Zwetschgenbäume tief vom Gewicht der vielen Früchte hingen. Zusammen mit meiner Oma habe ich mir einen großen Korb voll gepflückt, bereits mit dem Gedanken an süßen und fruchtigen Zwetschgenkuchen. Der einheimische Name für diese Art von Kuchen ist „Datschi“. Man kann quasi jeden Obstblechkuchen mit Hefeteig einen Datschi nennen, aber die Version mit Zwetschgen ist die geläufigste. Es heißt der Kuchen stammt ursprünglich aus Augsburg, einer Stadt nicht weit von meiner Heimat München. Was aber sicher ist, ist dass es sich um eine bayrische Spezialität handelt, wie schon der bayrische Dialekt im Namen sagt. Datschi kommt von datschen, also quetschen oder zerdrücken. Wie ihr ihn auch nennen wollt, der Zwetschgendatschi ist in jedem Fall ein toller Spätsommer-Leckerbissen. Beeilt euch, bald ist die Zwetschgenzeit nämlich schon wieder vorbei!

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Zwetschgendatschi

Für: 1 Backblech
Vorbereitung
60 min
Kochzeit
40 min
Gesamtzeit
100 min

Für den Teig:
500g Dinkelvollkornmehl
300 ml Sojamilch, erwärmt

1/2 Würfel Hefe oder 1 Packung Trockenhefe
60 g Rohrohrzucker
50 g Alsan, zimmerwarm
1/4 Teelöffel Vanilla
1 Prise Salz

Für den Belag:
1,5 kg Zwetschgen

Für die Streusel:
100 g Mehl
50 g Mandeln, gemahlen
70 g Alsan
50 g Rohrohrzucker
1 Teelöffel Zimt

1. Für den Teig Mehl in eine Schüssel geben, dann die warme Milch und die Hefe zugeben. Zu einem glatten Teig kneten, dann für 15 Minuten ruhen lassen.

2. Zucker, Butter, Vanille und Salz zufügen und mit einem Holzlöffel oder Knethaken den Teig schlagen. An einem warmen Ort für mindestens 30 Minuten gehen lassen.

3. In der Zwischenzeit Zwetschgen vorbereiten. Erst waschen, dann halbieren und den Stein entfernen.

4. Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel vermengen. Mit den Händen den Teig zerbröseln.

5. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck ausrollen, dann erst mit Zwetschgen belegen und dann mit den Streuseln bestreuen.

6. Bei 190°C Ober- und Unterhitze für 35-45 Minuten backen. Für knusprige Streusel die Temperatur in den letzten 10 Minuten auf 220°C erhöhen.

7. Pur oder mit einer Kugel Eis bzw Schlagsahne genießen.

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