Pflaumen Rosen

Knusprige Pflaumen Rosen (und ein paar Worte über Feminismus)

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Ich spreche hier auf dem Blog nicht viel darüber, aber politische und soziale Themen spielen eine große Rolle in meinem Leben (übrigens ist auch Veganismus ein politisches Statement für mich). Vor ungefähr zwei Wochen hatten wir in einem meiner Englischkurse an der Uni die Aufgabe, verschiedene Themen durch gegenseitiges Stellen von Fragen zu behandeln. Eine davon war (übersetzt):“Betrachtest du dich selbst als Feminist*in?“. Ich hätte nicht vermutet, dass diese Frage tatsächlich zu einer großartigen Diskussion führen könnte. Sind wir an einer Universität voller gebildeten und modernen Studenten denn nicht alle Feminist*innen?

Als ich aber dem ersten männlichen Mitstudenten besagte Frage stellte, wurde dies sofort heftig verneint. Ich war verwirrt und hakte nach warum. Er murmelte nur etwas von „radikalen und aggressiven Männerhassern“ und ging zu einer anderen Frage über. Als ich zum nächsten Partner wechselte und sofort die gleiche Frage wiederholte, bekam ich auch exakt die gleiche Antwort. Daraufhin fragte ich ob er denn zustimme, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sein sollten, was er wiederum ganz selbstverständlich bestätigte. Auf meine Anmerkung, dass das grob gesagt Feminismus sei, zuckte er nur mit den Schultern und meinte dass er das anders sehe.

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Die Menschen in meinem direkten Umkreis haben natürlich sehr ähnliche Werte und Vorstellungen wie ich, deshalb bin ich immer wieder überrascht von dem Mangel an Wissen und Interesse an aktuellen Themen wie Feminismus und Gleichberechtigung. Nie zuvor wurde die Problematik in unserer Gesellschaft aktiver und leichter zugänglich vermittelt als jetzt. Selbst wenn man wenig bis keine Interesse an akademischen und politischen Auseinandersetzungen hat, findet sich das Thema überall in unserer gegenwärtigen Popkultur wieder. Großartige Fernsehserien mit starken Frauen in den Hauptrollen werden immer mehr (Orange Is the New Black, How to Get Away with Murder), neue Bücher zum Thema erscheinen und alte Bücher werden wieder herausgekramt (How To Be a Woman, Bad Feminist, Madame Bovary), bekannte und beliebte Persönlichkeiten betiteln sich selbst öffentlich als Feminist*innen und verschiedene tolle Projekte sprießen aus dem Boden (Lenny; Amy Poehler’s Smart Girls).

Feminismus ist für alle! Die Definition im Duden ist folgende:

Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt

Ich denke (bzw. hoffe) wir sind uns alle einig, dass die Zeit der „Frauen an den Herd“ vorbei ist. Das haben übrigens auch die zwei Mitstudenten in meinem Englischkurs bestätigt. Also liebe Menschen, bitte habt keine Angst sich der Idee zu öffnen, bitte habt keine Angst euch Feminist*in zu nennen! Daran ist nichts schlechtes oder radikales, außer ihr macht es dazu.

Übrigens bin ich absolut darüber im Klaren, dass die Auswahl der Serien, Bücher etc. äußerst vereinfacht ist. Dies hat den Grund, dass ich das Thema so einfach und zugänglich wie möglich behandeln möchte. Weitere Informationen können überall im Internet gefunden werden (zum Beispiel hier oder hier)

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Aber jetzt lasst uns über’s Essen reden! Dieses Rezept kommt häufig zum Zuge wenn ich entweder unerwartet Besuch bekomme oder nur sehr wenig Zeit im stressigen Alltag habe. Ich habe die Pflaumen Rosen aus einem (nicht veganen) Backbuch veganisiert, welches ich vor ca 10 Jahren gekauft und nie entsorgt habe. Nachdem der Teig nicht selbst hergestellt werden muss, geht alles ganz schnell und unkompliziert. Und super lecker sind sie auch noch! Stellt euch einen leichten, knusprigen Blätterteig und süße, schmelzende Früchte in Zimtglasur vor. Für mich schmeckt das nach Weihnachten, aber natürlich kann man die hübschen Rosen über das ganze Jahr servieren. Viele andere Obstsorten schmecken auch ganz hervorragend, zum Beispiel Mango. Ich esse sie am liebsten direkt noch heiß aus dem Ofen, entweder pur oder mit einer kleinen Kugel Eis.

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Knusprige Pflaumen Rosen

Für: 12-14 Stück
Vorbereitung
15 min
Kochzeit
20 min
Gesamtzeit
35 min

300 g Pflaumen
1 Packung Blätterteig
1 Packung Vanillezucker
2 Esslöffel Wasser
50 g Alsan
1/2 Teelöffel Zimt
50 g Puderzucker

1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Pflaumen waschen und halbieren. Kerne entfernen und mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden.

3. Blätterteig in 2cm breite und 20cm lange Streifen schneiden.

4. Pflaumen leicht überlappend auf die Streifen setzen, dabei den letzten Zentimeter freilassen, und mit Vanillezucker bestreuen.

5. Mit einem Pinsel die Enden mit Wasser benetzen, die Teigstreifen vorsichtig aufrollen und die Enden gut andrücken. Die fertigen Rosen auf ein Backblech setzen.

6. Butter in einem kleinen Topf  schmelzen, dann Zimt und Puderzucker einrühren. Die Rosen damit bestreichen.

7. Für ca 20 Minuten leicht goldbraun backen.

Notiz: Dieses Rezept ist eine abgewandelte Version aus dem Backbuch „backLust“ von GU. 

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